„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut etwas zu riskieren?“ (Vincent van Gogh)

Auf den Fachtagen „Mut zum Risiko – Aufsichtspflicht und Bewegungsförderung im Einklang“ setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des QueB 2-Projektes sowie Champini-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Frage auseinander: Was kann ich in Bewegungssituationen zulassen, wann muss ich einschreiten? Gerade mit Risiko behaftete Situationen haben einen enorm hohen Wert für die Entwicklung von Kindern: sie lernen sich und ihren Körper besser kennen, lernen herausfordernde Situationen motorisch wie psychisch zu bewältigen, gewinnen dadurch an Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit, lernen auch Risiken und Gefahren einzuschätzen und zu meistern und erfahren natürlich aufregende Gefühle: vielleicht etwas Angst, Aufregung, Mut, Stolz!

Selbstverständlich haben die begleitenden Fachkräfte die Aufgabe sicherzustellen, dass nichts ernsthaftes passiert. Jede Situation fordert uns heraus sorgfältig abzuwägen: Wie ist die objektive Gefahr einzuschätzen? Was könnte passieren und wie wahrscheinlich ist das? Wie ist die Gesamtsituation: wie aufmerksam kann ich dem Geschehen folgen, sind andere beteiligt? Welche Rolle spielen meine eigenen Erfahrungen, Erwartungen, Ängste in der Einschätzung von Risikosituationen? Und letztliche der Blick aufs Kind: Wie sicher ist es üblicherweise unterwegs? Kann es die Situation einschätzen?

Auf dem Fachtag gab es von den Referentinnen und Referenten Korbinian Wildgruber, Verena Popp (Champini) und Arne Schröder (Kommunale Unfallversicherung Bayern) viele Denkanstöße und vor allem eine klare Botschaft:

„Lasst die Kinder sich bewegen! Bewegungserziehung ist Sicherheitserziehung!“