Miteinander lernen – voneinander lernen!

Wird Puppe Freddi rausgeholt, vergessen die Kinder, dass Miriam, die pädagogische Fachkraft, noch da ist und sie eigentlich diejenige ist, die die Puppe spielt. Die Kinder tauchen voll und ganz in die magische Welt ein, nehmen Freddi ernst, lachen und unterhalten sich mit ihm, erzählen von ihren Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen – und verraten vielleicht das ein oder andere Mal, was sie gerade beschäftigt. Das Spiel mit Puppen, Stofftieren, Figuren oder anderen Gegenständen ist eine hervorragende Art, um in Kontakt mit den Kindern zu kommen – egal ob im Morgenkreis, bei einem „echten“ Theaterspiel, in Einzelsituationen (wenn z.B. ein Kind traurig ist) oder in Konfliktsituationen mit mehreren Kindern. Das Puppenspiel ist also eine unglaublich kreative und vielfältig einsetzbare Methode zur Förderung von Sprache, Kommunikation und Literacy.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ haben sich zwei Champini-Mitarbeiterinnen bereit erklärt, ihr Puppen-Know-How an Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben. Auf dem Workshop konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Berührungsängste abbauen, lernen wie man den unbelebten Objekten Leben einhaucht und ihnen einen eigenen Charakter verpasst: z.B. durch eine individuelle Art sich zu bewegen, zu sprechen (vielleicht mit einem kleinen Sprachfehler?) oder in dem man sich eine Lebensgeschichte zu den Figuren ausdenkt. Auf dem Programm stand auch das Erlernen der Puppenspieltechnik wie bspw. das Führen des Kopfes und der Hand der Puppe, das Herstellen von Blickkontakt und synchrone Mundbewegungen.