Manchmal scheinen die Positionen zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften unversöhnlich: „Nie achten die Fachkräfte darauf, unserer Tochter eine Mütze aufzusetzen!“ – „Immer muss die Mutter rumnörgeln und ihr Kind gängeln. Dabei ist das Mädchen so in Bewegung, die braucht und will dann gar keine Mütze!“

Die „gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshal B. Rosenberg lehrt uns eine verstehende und verbindende Haltung  – und lässt uns schnell erkennen: Unser Gegenüber will uns nichts „Böses“, handelt aus seiner Bedürfnislage heraus und seinen Erfahrungen, Erlebnissen und seiner Geschichte entsprechend. Mehr noch: Wir erkennen, dass beide Seiten die gleichen Bedürfnisse teilen, nämlich das Wohl des Kindes. Die Mutter sorgt sich darum, dass ihre Tochter krank werden könnte, wenn es am Kopf nicht geschützt ist, die pädagogische Fachkraft sorgt sich bei viel Bewegung, dass das Kind überhitzen könnte. Außerdem möchte sie, dass das Mädchen ein Gefühl für ihren eigenen Körper entwickelt und selbst erkennt, wann es Zeit für eine Mütze ist. Dabei unterstützt sie das Mädchen natürlich.

Solche vergleichsweise leichten sowie schwierigere Beispiele haben sich Leitungen und zusätzliche Fachkräfte auf dem letzten Champini-Verbundtreffen der Sprach-Kita angesehen und reflektiert. Mit Hilfe verschiedener Übungen aus der „Gewaltfreien Kommunikation“ (Vier Arten des Zuhörens; Kollegiale Selbstempathie) haben sie den Perspektivenwechsel geübt und festgestellt, wie wichtig dieser ist, damit eine Erziehungspartnerschaft gelingt.

Beleuchtet wurden an diesem Arbeitstreffen zudem förderliche sowie hemmende Rahmenbedingungen sowie Gesprächsmuster und eine gute Vorbereitung von Elterngespräche auf der Basis verschiedener Kommunikationsmodelle.