frühe Kindheit 03/2020, S. 34-43

Wie Bewegungsförderung in Kitas mit Organisationsentwicklung gelingen kann – der QueB-Ansatz

Von Ines Eisenbarth, Günther Gediga, Verena Popp und Ulrike Ungerer-Röhrich

„The world has stopped moving“ war eine Botschaft des International Council of Sport Science and Physical Education (ICSSPE) aus dem Jahr 2015 und sollte die Menschen wachrütteln wieder vermehrt auf einen bewegten Lebensstil zu achten. Wie wenig passiert ist, zeigen die Ergebnisse des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2018 (Finger et al. 2018) Nur 42,5% der Mädchen bzw. 48.9% der Jungen zwaberischen 3 und 6 Jahren bewegen sich mindestens 60 Minuten pro Tag. Die körperliche Aktivität nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. Von den Grundschulkindern bewegen sich noch 22.8% (w.) bzw. 30.0%(m) eine Stunde pro Tag.

Wenn man weiß, dass Bewegung in vielfältiger Weise die Gesundheit aber auch die Persönlichkeitsbildung im Kindesalter unterstützt, so ist es umso dramatischer, wie gering die Bewegungszeiten von vielen Kindern sind. Was heißt zu gering? Wieviel Bewegung ist nötig für ein gesundes Aufwachsen? Heute besuchen nahezu alle Kinder ab 3 Jahren die Kita. Daher bietet der Lebensraum Kita eine gute Gelegenheit alle Kinder frühzeitig zu erreichen, dort bewegungsanregende Bedingungen zu schaffen und einen bewegten Lebensstil zu fördern. Was braucht die Kita um ihre Abläufe, Strukturen und die Gesamtorganisation zu einem wirksamen bewegungsfreundlichen Setting weiterzuentwickeln?

Im BMBF-Projekt Capital4Health (Förderkennzeichen 01EL1421D/E), geht es darum, die Bedingungen für einen gesunden Lebensstil zu verbessern. Im Teilprojekt QueB (Qualität entwickeln mit und durch Bewegung) steht die Weiterentwicklung von Kitas durch einen Organisationsentwicklungsprozess im Fokus. Partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung eines prozessorientierten Verfahrens, ist ein zentrales Anliegen von QueB.

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